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Ruine Schönrain



Das Gut Schönrain mit ansehnlichem Waldbesitz gehörte ursprünglich zu dem ausgedehnten Schaippacher Königsgutbezirk. Durch Kaiser Otto gelangte Schönrain an den Bischof von Würzburg. Dieser vermachte das Gut einem Grafen von Sangerhausen in Thüringen. 1080 wird als erster Besitzer Ludwig der Springer von Sangerhausen erwähnt. Ludwig ermordete den Grafen Friedrich III. von Sachsen und heiratete dessen Witwe Adelheid. Als er krank geworden war, bat er, sein "Seelengerät" (Schenkung für das Seelenheil) setzen zu dürfen. Seine Schuld bewog Ludwig auch zur Schenkung des Gutes Schönrain an den Abt Wilhelm von Hirsau in Württemberg mit der Bestimmung, dass hier ein Kloster entstehen solle.




Die Erbauung des Klosters begann unter Abt Wilhelm und wurde unter seinem Nachfolger Abt Gerhard 1093 zum größten Teil vollendet. Schutzheilige waren St. Maria und St. Johannes Ev. In Ordensangelegenheiten war Schönrain dem Kloster Hirsau, in seelsorgerischer Hinsicht dem Bischof von Würzburg unterstellt. Mönche waren Hilfsgeistliche aus Wiesenfeld. Dort und in Halsbach hatte das Kloster auch reichlichen Besitz.

Damit die Mönche auf eigenem Grund und Boden vom Kloster nach Hofstetten gehen konnten, gab ihnen Graf Berthold von Henneberg ausreichend Äcker und Wiesen für die Anlage eines Weges. Graf Berthold wurde dafür vom Würzburger Bischof mit 12 Morgen Ackerland auf dem Zollberg entschädigt. In der ersten Hälfte des 12. Jahrh. hatte das Kloster Gefälle in Wiesenfeld, Massenbuch, Wernfeld, Karsbach, Heßdorf und weiteren Orten, doch bereitete die Einhebung wiederholt Schwierigkeiten. Als 1159 Graf Ludwig von Rieneck die Schirmvogtei für das Kloster übertragen wurde, tauschte der Graf die Schönrainer Gefälle gegen Besitzungen in Hofstetten und den Hof Spurca ein. Größere Bedeutung erlangte das Kloster nie, deshalb hatte es viel unter Geldschwierigkeiten zu leiden.

Ständige Güterveräußerungen waren die Folge. Während der Fehde der Rienecker mit Würzburg stand für kurze Zeit auch eine Burg auf Schönrain, die jedoch bald wieder abgebrochen wurde. Als 1319 das Kloster Hirsau selbst in Geldschwierigkeiten war, verkaufte der Abt den ganzen unbebauten Berg Schönrain mit allen Rechten sowie die Klostergüter in Langenprozelten und Fellen. Dadurch wurde der Besitzstand des Klosters sehr eingeschränkt. Der Abt wurde bei Kaiser Ludwig von Bayern als Verschwender angeklagt. Darauf verfasste der Kaiser eine Urkunde, welche die Verkäufe des Abtes Heinrich als rechtsungültig erklärte.

Die Grafen von Rieneck, die die meisten Besitzungen hatten, kümmerten sich jedoch wenig um die Anordnungen des Kaisers. Die Rienecker garantierten dem Kloster bestimmte Einnahmen, sodass es wenigstens fortbestehen konnte. Bis etwa 1362 konnten die Güter schließlich von Hirsau zurückgekauft werden. Während des Bauernkrieges wurde auch das Kloster Schönrain vollständig zerstört. Der Abt von Hirsau verzichtete auf den Wiederaufbau. Für 8100 Gulden wurde der Besitz mit allen Einkünften 1526 an die Grafen von Rieneck verkauft.

Mit dem Kauf des Schönrainer Klosters mussten sich die Rienecker verpflichten, die Kirche wieder neu herzurichten und wöchentlich 2-3 Messen für die Stifter zu halten. Der Verkauf des Klosters wurde von Papst Clemens VII genehmigt. Inzwischen hatten sich die Verhältnisse durch die Reformation verändert und mit Graf Philipp von Rieneck waren auch seine Untertanen protestantisch geworden. Graf Philipp ließ die Klosterkirche völlig niederreißen und errichtete 1556 nur einen Wohnbau, den er als Witwensitz für seine Gemahlin bestimmte.




Bereits 1559 starb mit Philipp das Geschlecht der Rienecker aus. Der Besitz gelangte nun an den Erben Graf Anton von Isenburg-Ronneburg. Dafür vermachte dieser der Witwe Philipps 200 fl (Florentiner Gulden), 10 Fuder Wein (1 Fuder = 12 Eimer) und 50 Malter Korn (1 Malter = ca. 2,6 Ztr.) und überließ ihr nutzweise das Haus Schönrain. Die Witwe wohnte dann auch 15 Jahre lang abwechselnd in Lohr und auf Schönrain.

Schon 1601 starb auch die Linie Isenburg aus. Bischof Julius Echter zog nun Schönrain als heimgefallenes Lehen ein und machte es zu einem Amtssitz. Zu diesem Klosteramt gehörten die Orte Hofstetten, Massenbuch und Halsbach. Diese Orte stellten auch die Schöffen. Der Amtmann wohnte auf dem Schloss und hielt dort jährlich 4 Gerichte ab. Während der Schwedenzeit berief Gustav Adolf den Junker Voit von Rieneck zum Amtmann für Karlstadt, Gemünden und Schönrain. Zu Schönrain gehörten von Anfang an ausgedehnte Waldungen. Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn schenkte 1667 den Orten Hofstetten, Massenbuch und Halsbach 142 Morgen aus dieser Waldung.

Am Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das Amt dieses ehemaligen Benediktinerpriorats aufgelöst und dem würzburgischen Amt Gemünden zugeteilt. Die Einzelbesitze wurden den umliegenden Kellereien zugeteilt. In Schönrain blieb der fürstbischöfliche Jäger. Zuletzt wohnte noch bis 1818 auf dem Schloss ein königlicher Forstwart, danach ließ man die Gebäude verfallen.

Auch nach der Einverleibung des Klosteramtes Schönrain an Gemünden bildeten die drei Orte zusammen ein eigenes Dorfgericht mit je vier Schöffen. Der Reispflicht (im Bedarfsfall auch Unterkunft und das nötige Futter für herrschaftliche Pferde) kamen die Amtsorte dadurch nach, indem sie Reiswagen mit Pferden, Futter und Knechten stellten. Die Schönrainer Orte stellten zusammen einen Reiswagen.




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